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12.01.2021
Auch Flächenabweichung <10 % => Mietminderung
Flächenabweichung von weniger als 10% rechtfertigt Mietminderung und Kündigung VON MHE · 8. AUGUST 2019

Dass auch eine Flächenabweichung von weniger als 10% einen Mieter zur Minderung und zur Kündigung berechtigt, stellte das Oberlandesgericht Dresden im Juli 2019 klar.
Der Fall:
In einem Mietvertrag über Gewerberäume war eine Mietfläche von 177 m² angegeben. Für die Berechnung der Kaltmiete war im Mietvertrag die Fläche als verbindlich vereinbart. Als der Mieter nach drei Jahren feststellte, dass die Fläche nur ca. 155 m² groß war und deshalb wohl eine Abweichung von mehr als 10% vorlag, kündigte der Mieter das Mietverhältnis. Die vermietete Fläche war aber tatsächlich nur 164,25 m² groß. Es lag also eine Abweichung von weniger als 10% vor. Der Vermieter war deshalb der Ansicht, dass die Kündigung ungerechtfertigt war und verklagte den Mieter auf Zahlung rückständiger Miete.

Die Entscheidung des Gerichts:
Das OLG Dresden entschied den Rechtsstreit zu Gunsten des Mieters. Nach Ansicht des Gerichts war die Kündigung des Mieters rechtmäßig. Zudem war der Mieter berechtigt, die Miete um 7,2% entsprechend der Flächenabweichung zu mindern.
Vermieter und Mieter hatten durch die Angabe der Fläche im Mietvertrag eine verbindliche Beschaffenheitsvereinbarung bezüglich der Größe der Mietwohnung festgelegt. In der Rechtsprechung besteht Einigkeit, dass eine Flächenabweichung von mehr als 10% einen Mietmangel darstellt. Wenn jedoch sogar eine Miete für eine konkrete Anzahl an Quadratmetern vereinbart wurde, ist die 10%-Grenze nicht maßgeblich. Die Miete wird dann für die konkret angegebenen Quadratmeter gezahlt. Ein Mangel liegt dann auch unterhalb einer Flächenabweichung von 10% zu Lasten des Mieters vor, weil der Mieter eine konkret ermittelbar erhöhte Miete zahlt. Eine Beeinträchtigung des betroffenen Mieters liegt in einem solchen Fall somit auch dann vor, wenn die Flächendifferenz weniger als 10% beträgt. Da die verminderte Fläche einen Mangel darstellte, war der Mieter auch zur Kündigung berechtigt. Da der Vermieter den Mangel der Flächenabweichung nicht beseitigen konnte, musste der Mieter auch keine Frist setzen (OLG Dresden, Urteil v. 10.07.19, Az. 5 U 151/19).


23.12.2020
Qualität statt Preisdumping
22. Dezember 2020
Ministerpräsident regt Vergabekonferenz an

Mehr Qualität und Leistung statt einseitiger Fixierung auf den Preis – nicht nur in diesem Punkt bestand Einigkeit in der Staatskanzlei, wo Ministerpräsident Michael Kretschmer am 10. Dezember im Beisein von Staatsminister Thomas Schmidt drei Spitzenvertreter unserer Kammer empfing. Vizepräsident Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann, Vorstandmitglied Dipl.-Ing. Wolfgang Heide und Geschäftsführer RA Nils Koschtial hatten eine ganze Reihe weiterer Themen im Gepäck, die den sächsischen Ingenieuren unter den Nägeln brennen.

„Es muss Qualität ausgeschrieben werden.“

Mit dieser Aussage unterstützt der Ministerpräsident die Forderung der Ingenieurkammer, bei öffentlichen Vergaben auf Leistung, statt auf Preisdumping zu setzen. Sein Vorschlag eines Vergabe-Kolloquiums unter Beteiligung der drei Staatministerien SMWA, SMF und SMEKUL sowie der planenden Berufe trifft bei den Vertretern der Ingenieurkammer auf größtes Interesse.


26.06.2017
Mietflächenabweichung
BGH Urteil vom 31.05.2017 Az VIII ZR 181/16

Mieter muss eigene Angaben zur bestrittenen Größe der Mietwohnung liefern.

Wenn bei Rechtstreitigkeit zur Wohnungsgröße im Zusammenhang mit einer Mieterhöhung der Mieter die vom Vermieter vorgetragene Wohnfläche bezweifelt, hat der Mieter die Wohnfläche seiner Wohnung als Gegenvortrag zu vermessen.
26.06.2017
Flächenabweichung einer Eigentumswohnung vom Kaufvertrag
Häufig wird im Kaufvertrag keine Toleranzgröße zur Wohnfläche vereinbart, sondern es wird auf „geringfügig“ abgestellt.
Lt. gängiger Rechtsprechung beträgt die zulässige Gesamtabweichung dann ca. 2 % der Wohnfläche.
Dies gilt sowohl für die Gesamtabweichung der Wohnfläche als auch für die Flächenabweichung für einzelne Räume.
09.06.2017
Bei Mieterhöhungen gilt jetzt die tatsächliche Wohnfläche


BGH Urteil VIII ZR 266/14

Jede im Wohnraummietvertrag enthaltene, von der tatsächlichen Wohnungsgröße abweichende Wohnflächenangabe , und zwar auch bei Abweichungen von bis zu 10 %, ist für die Anwendung des §558 BGB und die nach dessen Maßstäben zu beurteilende Mieterhöhung ohne rechtliche Bedeutung.
Maßgeblich für den nach dieser Bestimmung vorzunehmenden Abgleich der begehrten Mieterhöhung mit der ortsüblichen Vergleichsmiete ist allein die tatsächliche Größe der vermieteten Wohnung.
Bei Mieterhöhungen gilt jetzt die tatsächliche Wohnfläche, egal welche Mietfläche vereinbart ist, und egal, wie hoch die prozentuale Abweichung ist! 

02.11.2016
Rechtsbeständige Wohnflächenermittlung duch unser Vermessungsbüro
Die 10-Prozent-Toleranzgrenze bei Wohnflächenabweichung ist gekippt - BGH korrigiert eigene Rechtsprechung (dmb). Der Bundesgerichtshof hat seine eigene Rechtsprechung korrigiert. Für Wohnflächenabweichungen gilt nicht mehr generell eine 10-prozentige Toleranzgrenze. Bei Mieterhöhungen gilt jetzt die tatsächliche Wohnfläche – egal, welche Wohnungsgröße im Mietvertrag vereinbart ist, und egal, wie hoch die prozentuale Abweichung ist“, kommentierte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, das heutige BGH-Urteil (BGH VIII ZR 266/14). „Die heutige Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann aber nur der erste Schritt sein. Auch bei der Festsetzung der Miethöhe oder bei Betriebskostenabrechnungen gilt bisher die 10-Prozent-Wohnflächentoleranz. Hier besteht unveränderter Handlungsbedarf. Viel wichtiger ist die BGH-Entscheidung nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes für die umgekehrten Fälle, dass die Wohnung tatsächlich kleiner ist, als im Mietvertrag angegeben. Siebenkotten: „Das sind die Fälle, in denen der Mieter für nicht existierende Flächen zahlt, in denen er dann noch Mieterhöhungen auf nicht vorhandene Wohnflächen akzeptieren muss und die falsche Wohnungsgröße die Höhe der Betriebskosten zu seinem Nachteil beeinflusst. Es wurde Zeit, dass der Bundesgerichtshof hier seine Rechtsprechung korrigierte. Bisher konnten Mieter erst bei Flächenabweichungen von mehr als 10 Prozent Rechte geltend machen. Diese ominöse Grenze ist jetzt zumindest bei Mieterhöhungen gefallen, sie darf auch nicht für Mietfestsetzungen und Betriebskostenabrechnungen gelten.“ 

02.11.2016
Mietflächenermittlung (10% Toleranzgrenze bei Mieterhöhungen hat der Bundesgerichtshof gekippt)
"Messbarer“ Mietflächengewinn durch rechtssichere, normgerechte und Big Data zeitgemäße digitale Flächenerfassung Mit einer rechtssicheren Flächenerfassung nach den geltenden Normen und digitaler FM-gerechter Flächendarstellung spüren wir Flächenpotentiale auf. Eine der häufigsten Wertminderungen von Immobilien entsteht durch falsche Flächenangaben. Allgemein geht man davon aus, dass ca. 80% der Wohnflächenangaben fehlerhaft sind. Von zwei Millionen Mieterhöhungen im Jahr ist deshalb etwa ein Drittel unzulässig. Unser Büro ermittelt Ihnen kurzfristig die rechtssichere Mietfläche 

10.06.2015
BIM und Vermessung/ Mobile Scanverfahren Bachelorarbeit/Masterarbeit
Wir sind immer offen für innovative Ideen zu Abschlussarbeiten von Studenten und Studentinnen, die unsere Themengebiete betreffen und somit unsererseits eine optimale Betreuung ermöglichen.
Bei Interesse melden Sie bei Herrn Keßler per E-Mail oder auch telefonisch unter 0341-4907012 

23.11.2014
Gebäudeeinmessungen für das Liegenschaftskataster
Aufnahme von Gebäuden Auf Grund verstärkter Anfragen von Grundstückseigentümern zur Aufnahmepflicht von Gebäuden in das Liegenschaftskataster, erhalten Sie hierzu einige Informationen. Liegenschaftskataster und Grundbuch bilden zusammen den vollständigen Nachweis über das Grundstück. Der Nachweis der Gebäude ist deshalb für den Eigentümer ein Beitrag zur Rechtssicherheit am Grundeigentum. Das Sächsische Vermessungs- und Katastergesetz verpflichtet jeden Grundstückseigentümer sein neu errichtetes oder flächenmäßig verändertes Gebäude entsprechend den Anforderungen einer Katastervermessung, einmessen zu lassen. Eventuell vorliegende Vermessungen, die im Zuge der Planung oder der Bauvermessung vorgenommen wurden, entsprechen im Regelfall nicht den Anforderungen des Liegenschaftskatasters. In der amtlichen Liegenschaftskarte sind neben den Flurstücken mit Ihren Grenzen auch Gebäude nachzuweisen. Der Nachweis der Gebäude ist für die Nutzung des Liegenschaftskatasters als lückenloses Basisinformationssystem notwendig. Dieses Informationssystem ist zum einem für die Raumplanung und die Wirtschaft (z.B. Ver- und Entsorgung) als auch für den privaten Grundstücksverkehr bedeutungsvoll. Gern sind wir bereit, Ihnen zu weiteren Detailinformationen Auskunft zu erteilen. 

05.08.2013
Einsatz von Flugdrohnen als neue Innovation unseres Büros
Einsatzgebiete:

luftgestützte Kartierung, luftgestützte Schadendokumentation, Thermographieaufnahmen, hochaufgelöste Luftbildkarten, georeferenzierte Bilder von UAS- Flügen, 2D- und 3D- Gelände- und Oberflächenmodelle, Volumenberechnung, Archäologische Aufnahmen, Indoor- Dokumentation, Unterstützung von Gutachten, Schadensdokumentation, Inspektion von Gebäuden und Industrieanlagen, Deponie-, Halden- und Grubenvermessungen, Dachflächenaufnahmen, Orthofotos (verzerrungsfreie und maßstabsgetreue Fotos), Gewässeraufnahmen, Baufortschrittsdokumentation, Bauüberwachung auf Einhaltung der Bautoleranzen, Langzeitdokumentation von Großbaustellen, Trassenplanungen

Bildaufnahmen für Versicherungen und Gerichtsgutachten, Golfplätze